Bitcoin + MasterCard = BitInstant Card: Bitcoin-Kreditkarte soll kommen

21. August 2012 | Von | Kategorie: News, Shopping

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Für alles andere gibt es die… BitInstant-Card„. Der ehemalige Slogan der Euro-/MasterCard könnte dank einer Kooperation mit BitInstant schon in zwei Monaten Realität werden: Eine offizielle Debit-MasterCard, die sich mit Bitcoins aufladen lässt.

BitInstant-Card

Die BitInstant-Card ist eine vollwertige Debit-MasterCard samt QR-Code

Schon länger grassierten Gerüchte über eine Debitkarte von BitInstant. Nun wurde einer der BitInstant-Gründer konkret: In etwa 6-8 Wochen wird man bei dem Unternehmen eine Kreditkarte ordern können, die genauso wie eine Debit-MasterCard funktioniert – im Gegensatz zu dieser lässt sich die BitInstant Card jedoch auch mit Bitcoins auffüllen. In jedem Geschäft oder Online-Shop, in dem die MasterCard akzeptiert wird, lässt sich dann bezahlen. Die Umwandlung der Bitcoin in die jeweilige Landeswährung (US-Dollar, UK-Pfund, Euro, …) geschieht dabei transparent im Hintergrund. Bitcoin-Besitzer können somit auf einfache Weise ihre Bitcoins nutzen, um weltweit zu shoppen.

Die Gebühren
Natürlich ist der Service nicht kostenlos. Die Karte selbst soll um die 10 US-Dollar kosten, wobei den ersten 1.000 Antragstellern dieser Betrag erlassen wird. Das spätere Aufladen der Karte soll 1% des Aufladevolumens kosten, eine Auszahlung in Landeswährung an einem Geldautomaten etwa 1,50 US-Dollar.

BitInstant-Card

Die Bitcoin-Adresse auf der MasterCard bedeutet: keine Anonymität mehr

Verlust der Anonymität

Eine der Vorteile des Bitcoins ist seine (weitestgehende) Anonymität. Die wird mit einer Anbindung an ein Produkt des MasterCard-Unternehmens natürlich komplett ausgehebelt – schließlich muss man, um die BitInstant-Card zu bekommen, einen Identitätsnachweis erbringen. Für die in der Presse so gerne hervorgekramten Drogendealer und Geldwäscher dürfte die BitInstant-Card damit genauso interessant oder uninteressant sein, wie jede andere Kreditkarte. Für normale Bitcoin-Besitzer dürfte das allerdings kein großes Problem darstellen – und wenn doch, lässt sich für unbedingt anonyme Transaktionen ja auch sehr einfach eine zweite, sauber vom MasterCard-Account getrennte Bitcoin-Adresse benutzen…

Fazit
Die BitInstant-Card dürfte den Bitcoin ein deutliches Stück nach vorne bringen. Das Problem, mit Bitcoins zu bezahlen, erledigt sich durch den Umweg über die klassische MasterCard. Käufer und Verkäufer müssen sich um die Umrechnung der Bitcoins keine Gedanken machen. Grob gesagt kann, wer seine Grafikkarte zwei Wochen Bitcoins minen lässt, anschließend seine Freundin zur Pizza einladen und (wenn auch indirekt) mit den frischen Bitcoins bezahlen.
Mit Vorsicht muss man natürlich die Aufhebung der Anonymität beachten, da einmal bei MasterCard gespeicherte persönliche Daten mit Sicherheit nicht wieder gelöscht werden.
Vermutlicher Nebeneffekt: Sobald erste positive Berichte über eine funktionierende BitInstant-Card durch die Presse geistern wird die digitale Währung für „Otto-Normalverbraucher“ wieder ein wenig interessanter – und Kurs (zur Zeit: ~10 US$ pro BTC) sowie Difficulty ( zur Zeit: 2190866) werden spürbar steigen…

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