Dark Web: „Silk Road“-Konkurrent „Black Market Reloaded“ fast aufgeflogen

22. November 2013 | Von | Kategorie: News

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Der Schatten der Illegalität hängt über dem Bitcoin in Form von Online-Shop, in denen Drogen und andere illegale Güter kaufen kann. „Silk Road“ hat sich zumindest offiziell „nur“ auf Drogen beschränkt, „Black Market Reloaded“ hingegen kennt keinerlei Moral oder Skrupel – dort wird alles feilgeboten.

„Silk Road“ wurde Anfang Oktober vom FBI aufgedeckt und zerschlagen, der Betreiber Ross Ulbricht (aka „Dread Pirate Roberts“) verhaftet und sein Bitcoin-Vermögen von rund 25.000 BTC beschlagnahmt. Die Kunden von „Silk Road“ saßen auf dem Trockenen und wanderten schnell zum größten Konkurrenten „Black Market Reloaded“ ab. Genau wie „Silk Road“ ist auch „Black Market Reloaded“ nur im Tor-Netzwerk erreichbar. Sein Betreiber mit dem Nickname „backopy“ musste auf Grund des großen Andrangs seine Serverfarm aufstocken – mit Virtual Private Servern (VPS). Diese Server existieren nur als virtuelle Maschine, sind daher nicht übermäßig leistungsfähig aber sehr preiswert zu mieten und schnell betriebsbereit.

Fast der gleiche Fehler
Wie slate.com berichtet, hat ein Administrator des VPS-Anbieters nach dem Start der Server deren Code kopiert und veröffentlicht. Aus dem Code ließen sich Rückschlüsse auf die wahre Identität von „backopy“ ziehen, weil Code-Fragmente auch in einem anderen Bitcoin-Projekt vorhanden waren. Auch Ulbricht konnte nur vom FBI gefasst werden, weil er durch eine winzige Unachtsamkeit seine wahre Identität aufdeckte.

black market reloaded„blackopy“ hat sofort die Konsequenzen gezogen und „Black Market Reloaded“ vom Netz genommen. In seinem Forum teilte er mit, dass die Bitcoins der Kunden nicht gefährdet seien und zurücktransferiert werden. Ob es dazu überhaput noch kommen muss, ist zweifelhaft, denn die Website mit den gerade aktuellen Tor-Links zum Marktplatz ist wieder erreichbar. Eigentlich schade, denn gerade die illegalen Online-Märkte des Dark Web sind für den schlechten Ruf des Bitcoin verantwortlich und werden von ahnungslosen Politikern und dummen Journalisten immer wieder als Argument gegen die Kryptowährung herangezogen.

Übrigens: Sie sollten nicht aus Spaß nach dem dunklen Markt suchen, auch wenn das kinderleicht ist. Da Suchmaschinen wie Google alles speichern und auch die NSA sämtlichen Internet-Verkehr mitschneidet, landen Sie damit schnell auf roten Listen und sind als potentieller Krimineller gekennzeichnet.

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