Dell-Festplatte mit 7500 Bitcoin weggeworfen [Update]

27. November 2013 | Von | Kategorie: News

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Wie reddit berichtet, hat in Newport, South Wales (England), jemand die Festplatte seines Dell XPS M1710-Notebooks (Baujahr 2006) versehentlich samt Caddy entsorgt. Eine teure Panne, denn auf der Festplatte befand (oder befindet) sich eine Bitcoin-Wallet mit satten 7.500 Bitcoin – was zur Zeit einem Wert von rund 7.5 Millionen US-Dollar entspricht.

Newport Waste-MüllkippeDie Festplatte liegt irgendwo auf der Docksway-Müllkippe in der Nähe von Newport/Wales unter gut einem Meter Müll begraben. James Howells ist der unglückliche Entsorger. Die Platte stammt aus seinem alten, nicht mehr funktionsfähigen Dell XPS M1710-Notebook. Er hatte die Platte als Ersatzteil ausgebaut und in einer Schublade seines Schreibtisches verwahrt. Beim Ausmisten im Sommer entschied er, die alte Platte nicht mehr zu benötigen und warf sie in den Müll.

Dell XPS M1710-NotebookErst letzten Freitag wurde ihm plötzlich klar, dass auf dieser Platte seine „uralten“ Bitcoins aus dem Jahre 2009 gespeichert waren. Zu der Zeit konnten Bitcoins noch mit einfachen Mitteln in Massen erzeugt werden und waren – im Vergleich zu heute – kaum etwas wert. Im IRC-Chat klagte er sein Leid und erhielt den Rat, bei der Entsorgungs-Firma nachzufragen.

Tatsächlich überlegte man ernsthaft, die entsprechende Lagerfläche zeitweise zu schließen und die Festplatte unter der mittlerweile über einen Meter dicken Schicht Unrat suchen zu lassen. Schließung und Suche würden allerdings ersten Überschlagsrechnungen nach mehr als die 7.5 Millionen US$ kosten, die die Bitcoin heute wert sind. Dazu kommt das Risiko, die Festplatte eventuell gar nicht zu finden oder in einem nicht restaurierbaren Zustand vorzufinden. Das Vorhaben wurde aufgegeben.

Howell selbst ist IT-Fachmann und wird sich zähneknirschend bewusst sein: Mit einem Backup der „wallet.dat“ wäre das nicht passiert – und er jetzt Multimillionär.

Update: Wer selbst suchen will findet hier ein Satellitenbild der Müllkippe auf Google Maps.
Update: Auch der englische „The Guardian“ berichtet.

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